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Gemeindedirektor Gerhard Kahrs, 04284 / 9307-600
Stellv. Gemeindedirektor Patrick Schlesselmann, 04284 / 9307-200

1444749542.jpgDas Wappen in Silber zeigt eine rote Pyramide, überdeckt mit einem schräggekreuzten silbernen Schwert mit goldenem Griff und einem goldenen Stab. Die Pyramide ist dem Wappen der Ritter von Selsingen entnommen. Der Stab (Vogtstab) weist auf die Vogtei von Selsingen, die die größte Vogtei des Erzbistums Bremen, nämlich die Börden Selsingen, Sittensen, Elsdorf und Hesedorf, innehatten, hin. 

Von dem Schwert ist zu sagen, daß es das äußerlich sichtbare Zeichen einer Auszeichnung darstellt, die dem Heyenricus de Selsinge für seine Verdienste im Kampf gegen die Heiden in Livland zuteil geworden war.

Die Gemeinde Selsingen

Die Gemeinde Selsingen ist seit Gründung der Samtgemeinde im Jahre 1965 Sitz der Verwaltung. 1974 wurden die bis dahin selbständigen Orte Granstedt, Haaßel, Lavenstedt und Parnewinkel in die Gemeinde Selsingen eingemeindet. Mit allen fünf Orten hat Selsingen  3.680 Einwohner (Stand: 30.06.2016) und eine Fläche von 41,86 km² (Stand 31.12.2015).

Selsingen war schon in früherer Zeit ein bedeutender Ort, Adelssitz, Kirchbörde und Gerichtsort am alten Heer- und Postweg Vördekloster Zeven - Rotenburg, der jetzigen Bundesstraße 71. 1219 wurde der Name Selsingen erstmals urkundlich erwähnt. Ein "von Selsingen" führendes Dienstadelsgeschlecht hatte hier seine Stammburg. Sie lag auf Greven Worth. Wahrscheinlich um 1400 wurde die Burg der "von Selsingen" aus nicht bekanntem Grunde vom Landesherrn zerstört. Der Wiederaufbau wurde nicht zugelassen. Die "von Selsingen" bewohnten danach nur noch ihr Haus in Kuhla bei Himmelpforten und führten den Namen "von der Kuhla". Selsingen war also nicht nur kirchliche Zentrale der Börde, sondern auch Standort eines Haupthofes des Bischofs von Verden. Um 1500 waren in Selsingen 5 Höfe und 10 Katen bewohnt.

Die Siedlungsstruktur des Ortes war in der Frühen Neuzeit charakteristisch und unterschied sich von den anderen Bördedörfern. Um die Kirche gruppierten sich neun Höfe, eng nebeneinander liegende Katen umgaben den Dorfplatz und den Brink südlich der Kirche. Durch diese dichte Bebauung brannte der Ort im 17. Jahrhundert gleich dreimal bis auf wenige Gebäude nieder, nur die Kirche wurde verschont.

Außerhalb des Ortes entstanden um 1848 Ortsteile und einzelne Gehöfte, wie z. B. Butterberg, Duvenmoor, Haidbrock, Witte Masch. 

Dass Selsingen ein schönes Dorf ist, wissen seit spätestens 1985 nicht nur die Selsinger. Dann nämlich gewann die Ortschaft die Bronzemedaille im Bundeswettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden". In Berlin nahmen die Selsinger auf der "Grünen Woche" an der Siegerehrung teil. Besonderen Anteil am Erfolg des Bördeortes hatte der Ausschussvorsitzende Helmut Budde.

Seit 1964 hatte Selsingen zum ersten Mal an dem Wettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden" teilgenommen. Nach dem guten Abschneiden bildete die Gemeinde eine feste Kommission, die sich fortan um den Wettbewerb kümmerte. Als Anerkennung für die Leistungen der Siegergemeinden wurde Bürgermeister Hans Hermann Brandt und Gemeindedirektor Helmut Claus 1990 in die Villa Hammerschmidt von Bundespräsident Richard von Weizsäcker empfangen.

Noch erfolgreicher als Selsingen selbst, waren Granstedt und Haaßel bei dem Schönheitswettbewerb. Granstedt wurde im Jahr 1991 Bundessieger des Wettbewerbs. Bereits zwei Jahre zuvor 1989 holte Haaßel die Goldmedaille als schönstes Dorf Deutschland.

Samtgemeinde Selsingen

Hauptstr. 30
27446 Selsingen
Tel.: 04284 - 9307-0
Fax: 04284 - 9307-555
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Öffnungszeiten:

Mo. - Fr. 8.00 - 12.00 Uhr
Do. 14.00 - 18.00 Uhr

Impressionen

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WassermhleEitzte
Storche
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Skateranlage
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Geschichte

Die Kirche

"Bei uns steht die Kirche mitten im Dorf" - das können die Selsinger mit Fug und Recht behaupten. Die nach einem mitteralterlichen Märtyrer benannte St. Lamberti-Kirche steht in der Mitte von Selsingen. Dass am Platz der heutigen Kirche schon lange ein Gotteshaus stand, zeigt der Kirchturm. Die ersten Christen in Selsingen gab es schon vor dem Jahr 900. Die Grundmauern des Turms, die vielleicht schon aus dem 11. Jh. stammen, stehen noch. Im Inneren des Eingangs ist ein riesiger Findling zu sehen, der möglicherweise Teil einer alten germanischen Kultstätte war, die von der Kirche verdrängt wurde. (Quelle: http://www.kirche-selsingen.de)

Über die Gründung der St. Lambertus geweihten Kirche zu Selsingen ist wenig überliefert. Eine ältere Feldsteinkirche mit rundem Turm, wovon noch Reste vorhanden sind, wurde vielleicht schon im 11. und 12. Jahrhundert errichtet. 1239 brannte sie aus. Die jetzige Kirche stammt aus dem Jahre 1725.

Die St. Lamberti-Kirche in Selsingen trägt seit 2006 das Signet der verlässlich geöffneten Kirche. Sie ist jährlich vom 1. April bis zum 15. Oktober an allen Tagen der Woche von 10:00 - 18:00 geöffnet. Sie wird von ca. 30 ehrenamtlichen Begleitern  betreut.

Granstedt

Der Name des Ortes Granstedt  geht wahrscheinlich auf den Personennamen Grone - altsächsisch groni (Gronhari) - zurück. In der Nähe des Ortes am Ostetal liegt in der landschaftlich schönen Granstedter Heide der Granstedter See. In der Gemarkung gibt es viele vorgeschichtliche Stätten (Hügelgräber und Urnengräber).  Granstedt wurde 1991 im Wettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden" Kreis-, Bezirks-, Landes- und Bundessieger.

Haaßel

Haaßel, mehrfach als Orts- und Waldname vorkommend, bedeutet vermutlich Haselhain. Ein nach 1200 erwähntes Ministerialien-(Dienstmannen-)Geschlecht von Hasle hatte wahrscheinlich seinen Sitz in Haaßel. Um 1500 bestand der Ort aus 5 Höfen und einigen Katen. Nach 1750 entstand neben dem eigentlichen Ortskern die "Neeboeree" (Neubauerei).  Haaßel wurde 1989 im Wettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden" Kreis-, Bezirks-, Landes- und Bundessieger.

Lavenstedt

Der Name Lavenstedt  dürfte auf den altdeutschen Personennamen Luvan zurückgehen. Nach Urkunden von 971 und 986 hatte das Kloster Heeslingen (später Zeven) schon vor 1000 Jahren Besitz in Lavenstedt.
Eitzte, landschaftlich schön im Ostetal gelegen, ist ein alter einstelliger Hof. Die Eichen, die in früheren Zeiten wie noch heute den Hof beschatten, gaben ihm den Namen Eitzte (= Eichenstätte). Vor 1500 gehörte zum Hof Eitzte die nahe Wassermühle. Anschließend war die Mühle im Besitz des Klosters Zeven, bis sie im vorigen Jahrhundert in Privatbesitz überging. Die Mühle wurde vom Mühlenschutzverein Selsingen erworben und vollständig restauriert. Sie ist zu einem Kleinod im Ostetal geworden     .

Der Name Parnewinkel bedeutet Winkel am Born (Born, Barn, Quelle). Als namengebende Quelle kommt der früher weit bekannte St. Vitusborn in Parnewinkel in Frage. Er liegt an der Straße Bremervörde - Selsingen am Fuße des "Tütsberges" (auch Bornberg genannt). Die Quelle wurde früher als Heilquelle aufgesucht. Hollen, ein einzelner Hof nahe der Straße Selsingen - Ohrel, entstand nach 1800. Beim Hollen lag früher eine Reitbahn der hannoverschen Kavallerie. Stüh, ein kleinerer Hof am Wege Parnewinkel - Deinstedt, wurde um 1855 nach Rodung eines Eichenbuschbestandes (Stüh) begründet.

Parnewinkel

Der Name Parnewinkel bedeutet Winkel am Born (Born, Barn, Quelle). Als namengebende Quelle kommt der früher weit bekannte St. Vitusborn in Parnewinkel in Frage. Er liegt an der Straße Bremervörde - Selsingen am Fuße des "Tütsberges" (auch Bornberg genannt). Die Quelle wurde früher als Heilquelle aufgesucht. Hollen, ein einzelner Hof nahe der Straße Selsingen - Ohrel, entstand nach 1800. Beim Hollen lag früher eine Reitbahn der hannoverschen Kavallerie. Stüh, ein kleinerer Hof am Wege Parnewinkel - Deinstedt, wurde um 1855 nach Rodung eines Eichenbuschbestandes (Stüh) begründet.

 

Selsingen

Selsingen ist Mittelpunkt und Grundzentrum in der Samtgemeinde Selsingen. Als zentraler Ort stellt Selsingen den Grundbedarf im sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Bereich bereit. So sind in Selsingen eine Grundschule, eine Oberschule mit teilgebundener Ganztagsbeschulung und ein Sportzentrum vorhanden.

Kultur und Sport

Für ein reichhaltiges Angebot an kulturellen und gesellschaftlichen Veranstaltungen sorgen die zahlreichen Vereine in der Gemeinde. Dass in allen Ortsteilen reges Interesse an einem guten Gemeinschaftsleben und Erhaltung eines schönen Ortsbildes besteht, zeigt die vielfache Teilnahme aller Orte an den Wettbewerben "Unser Dorf soll schöner werden". Die Orte Selsingen, Haaßel und Granstedt konnten bei diesen Wettbewerben auf Bundesebene eine bronzene (Selsingen) bzw. goldene (Haaßel und Granstedt) Plakette erringen.

Gemeinschaft und Miteinander

Als Grundzentrum bietet Selsingen über den Eigenbedarf hinaus attraktive und preiswerte Wohn- und Gewerbegrundstücke. Selsingen und besonders die umliegenden Ortsteile sind landwirtschaftlich geprägt. In der gewerblichen Wirtschaft bieten konkurrenzfähige bodenständige Betriebe ein breit gefächertes Angebot für ihre Kunden; Einkaufsmöglichkeiten und Freizeitbeschäftigung, gute medizinische Versorgung, Betreuung im Alter, Bücherei, örtliche Erwachsenenbildung (ABS), Freibad, gute Übernachtungsmöglichkeiten, touristische Angebote: es mangelt an nichts.

Selsingen wird im kulturellen und gesellschaftlichen Bereich besonders durch ein reges Vereinsleben und eine aktive Kirchengemeinde geprägt. Es gibt mehr als 30 Vereine und Vereinigungen. Dass in allen Ortsteilen reges Interesse an einem guten Gemeinschaftsleben und Erhaltung eines schönen Ortsbildes besteht, zeigt die vielfache erfolgreiche Teilnahme aller Orte an den Wettbewerben „Unser Dorf soll schöner werden – Unser Dorf hat Zukunft“. Drei Dörfer waren auf Bundesebene erfolgreich. Durch die landschaftlich schöne Lage an der Osteniederung ist die Gemeinde Selsingen ein beliebtes Urlaubs- und Ausflugsziel.

Die Gemeinde pflegt freundschaftliche Beziehungen zur Bundeswehr. Es besteht seit 2010 eine Patenschaft mit der 1. Kompanie des Fallschirmjägerbataillons 313.

Politik

  1. Ratsmitglieder der Gemeinde Selsingen 2016 - 2021
  2. Sitzverteilung
  3. Haushaltspläne

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Name Adresse Fraktion Telefon
Bürgermeister
Aufdemkamp, Reinhard

Wiesenweg 20
27446 Selsingen

CDU 04284/95114
1. stellv. Bgm.
Schleßelmann, Bernd
Bahnhofstr. 27

27446 Selsingen

CDU 04284/8559
2. stellv. Bgm. zum Felde, Ulf-Johannes Lambertistr. 5
27446 Selsingen
CDU 04284/931921
Behrens, Günter

Am Selsinger Bach 44
27446 Selsingen

SPD 04284/8570
Borchers, Bernd

Haaßel
Zur Sandkuhle 1
27446 Selsingen

CDU 04284/8518
Braun, Dietmar

Am Hüttenpool 16
27446 Selsingen

SPD 04284/927056
Grüthusen, Kerstin

Kiebitzweg 8
27446 Selsingen

SPD 04284/8579
Koy, Andreas

Parnewinkel
Fabers Land 8
27446 Selsingen

CDU 04284/927333
Lemmermann, Walter

Duvenmoor 9
27446 Selsingen

WFB 04284/2266
Martin, Michaela

Am Brink 2
27446 Selsingen

CDU 04284/333
Müller, Lüder

Duvenmoor 64
27446 Selsingen

CDU 04284/926262
Pape, Jan Angelus

Granstedt
Hempstr. 15
27446 Selsingen 

CDU 04284/347224
Riggers, Holger

Haaßel
Unter den Eichen 4
27446 Selsingen

WFB 04284/927400
Wahlers, Volker

Im Sol 3
27446 Selsingen

SPD 04284/347196
Winkelmann, Annegret

Parnewinkel
Bornberg 2
27446 Selsingen

CDU 04284/8243

 

Verwaltungsausschuss

1. Reinhard Aufdemkamp
2. Günter Behrens
3. Walter Lemmermann
4. Bernd Schleßelmann
5. Ulf-Johannes zum Felde 

 

Finanz- und Wirtschaftsausschuss

1. Vorsitzender Ulf-Johannes zum Felde
2. stellv. Vorsitzender Andreas Koy
3. Günter Behrens
4. Kerstin Grüthusen
5. Walter Lemmermann
6. Michaela Martin
7. Bernd Schleßelmann 

 

Bau- und Planungsausschuss

1. Vorsitzender Bernd Borchers
2. stellv. Vorsitzender Bernd Schleßelmann
3. Günter Behrens
4. Dietmar Braun
5. Jan-Angelus Pape
6. Holger Riggers
7. Annegret Winkelmann 

 

Umwelt- und Dorfgestaltungsausschuss

1. Vorsitzender Lüder Müller
2. stellv. Vorsitzender Jan-Angelus Pape
3. Bernd Borchers
4. Kerstin Grüthusen
5. Walter Lemmermann
6. Volker Wahlers
7. Annegret Winkelmann 

 

Sozialausschuss

1. Vorsitzender Dietmar Braun
2. stellv. Vorsitzender Volker Wahlers
3. Andreas Koy
4. Michaela Martin
5. Lüder Müller
6. Holger Riggers
7. Annegret Winkelmann

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