Linie legt jetzt zentralen Bereich fest

Eine schwarze Linie legt jetzt den zentralen Versorgungsbereich in Selsingen fest. Das bedeutet, dass sich Betriebe mit einer Verkaufsfläche von mehr als 800 Quadratmetern und mit zentralrelevantem Kernsortiment nicht mehr außerhalb des Ortskerns ansiedeln dürfen.

 

 

 

Zur Zeichnung: 

Innerhalb der schwarzen Linie sieht die Gemeinde den zentralörtlichen Versorgungsbereich für Selsingen vor. Noch nicht berücksichtigt ist auf dieser Ansicht eine am Dienstagabend empfohlene Erweiterung im südlichen Bereich. Rot ist der Einzelhandel dargestellt, orange sind private Dienstleistungsunternehmen gekennzeichnet, gelb öffentliche Einrichtungen, grün die Gastronomie, braun Gewerbe. Der rote Buchstabe „L“ zeigt den Leerstand auf. Grau gestreift sind Beispiele für Mehrfachnutzungen.

Der Finanzausschuss der Gemeinde stimmte diesem Vorhaben als Bestandteil des Einzelhandelskonzeptes am Dienstagabend einstimmig zu. Diese Beschlussempfehlung geht an den nichtöffentlich tagenden Verwaltungsausschuss und den Gemeinderat. Beide Gremien werden sich Mitte September mit dem Thema befassen.

 

Worum geht‘s? Die Hamburger Gesellschaft für Markt- und Absatzforschung (GMA) hat ein Wirtschaftsgutachten erstellt, das im Juni öffentlich vorgestellt worden war (ZZ berichtete). Jetzt geht es an die Umsetzung dieses Einzelhandelskonzeptes, um dem zunehmendem Leerstand im Ortskern zu begegnen, Selsingen insgesamt als Einkaufsort zu stärken.

 

Zugleich geht es der Gemeinde um die städtebauliche Entwicklung, um eine Planungssicherheit sowohl für die Kommune als auch für potenzielle Investoren. Um den Ortskern zu schützen und zugleich zu fördern, setzt die Gemeinde die schwarze Linie als Instrument ein, um den zentral örtlichen Versorgungsbereich festzulegen. Dieser liegt zwischen dem Penny-Markt und dem Bereich an der Kirche beidseitig der Bundesstraße 71, inklusive der Alten Straße und Teilen der Bahnhofstraße (siehe nebenstehende Karte).

 

 

Der Finanzausschuss stimmte dem Vorhaben zu, das Gebiet im südlichen Bereich etwas zu vergrößern, um einer möglichen Erweiterung des dortigen Penny-Marktes nicht im Wege zu stehen.

 

„Um eine bindende Wirkung zu erlangen, ist ein Ratsbeschluss erforderlich“, sagte Gemeindedirektor Hans-Hinrich Pape über die besagte Linie. SPD-Ratsfrau Gabriele Meiers wertete die Angelegenheit als „sensibles Thema“, ihr Parteifreund Günter Behrens bezeichnete die Grenze als „Verhinderungslinie“, um schädliche Einflüsse für Betriebe im Ortskern zu vermeiden.

 

Ausschussvorsitzender Walter Böttjer (CDU) bestätigte: „Das ist eine Rolle rückwärts.“ Früher seien große Betriebe an den Ortsrand gesetzt worden, jetzt wolle man sie im Zentrum haben.

 

 

Artikel der Zevener Zeitung (Lutz Hilken) vom 05.09.2013

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