Mi

25

Apr

2012

Ein „Grandseigneur“ im Ehrenamt

Sein Augenmerk galt dem Wohl der Gemeinschaft: Hans-Hermann Brandt . Fotos: bz/cm
Sein Augenmerk galt dem Wohl der Gemeinschaft: Hans-Hermann Brandt . Fotos: bz/cm

In festlichem Rahmen hat Landrat Hermann Luttmann Selsingens langjährigem Gemeinde- und Samtgemeindebürgermeister Hans-Hermann Brandt das Bundesverdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen. 

Langjährige Wegbegleiter Brandts waren der Einladung des Landkreises Rotenburg in den „Selsinger Hof“ gefolgt. Samtgemeindebürgermeister Hans-Hinrich Pape bemerkte, der große Gästekreis unterstreiche die große öffentliche Zustimmung zu dieser besonderen Würdigung, unterschrieben vom Bundespräsidenten.

 

 

Zu den Gästen zählten unter anderem der CDU-Landtagsabgeordnete Hans-Heinrich Ehlen, die ehemaligen Leiter der Kreisverwaltung, Dr. Hans-Harald Fitschen und Gerhard Blume, sowie der ehemalige Selsinger Verwaltungschef Werner Borchers.

 

Letzterer hatte 2010 überlegt, wie man die große Vorbildfunktion von Hans-Hermann Brandt würdigen könne. Unterstützt wurde seine Anregung von der St.-Lamberti-Kirchengemeinde und der dazu gehörigen Stiftung.

 

Landrat Hermann Luttmann zitierte den österreichischen Sozialpädagogen Hermann Gmeiner: ,,Alles Große in unserer Welt geschieht nur, weil es Menschen gibt, die mehr tun als sie müssen.“ Vorbilder seien heute mehr denn je wichtig, so Luttmann. Er hoffe, Hans-Hermann Brandt habe bei seiner ehrenamtlichen Arbeit die Erfahrung gemacht, dass freiwilliges Engagement dem Leben eine Erfüllung gebe, die man nicht kaufen könne. Der Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland mache Vorbilder sichtbar. In erster Linie sei der Orden ein Zeichen des Dankes und der Anerkennung. Darüber hinaus möge er andere zur Nachahmung ermutigen.

 

Hans-Hermann Brandt wurde insbesondere für sein großes ehrenamtliches Engagement in der Kommunalpolitik und im kirchlichen Gemeindeleben ausgezeichnet. Seine kommunalpolitisches Wirken begann 1968, als er in den Rat der Gemeinde Haaßel gewählt wurde. Nach der Eingliederung von ,,Haaßel“ in die Gemeinde Selsingen wurde Hans-Hermann Brandt 1974 Mitglied im Gemeinderat Selsingen. Dieses Mandat übte er bis 2006 aus. In den Jahren 1974 bis 1981 war er Selsingens stellvertretender Bürgermeister.

 

Im Anschluss wurde er zum Bürgermeister gewählt. Nach Ende seiner Amtszeit wurde Brandt im Jahre 2006 zum Ehrenbürgermeister der Gemeinde Selsingen ernannt. Auch im Samtgemeinderat engagierte sich der CDU-Politiker. Er wirkte unter anderem im Schul-, im Bau- und im Feuerwehrausschuss sowie bei der Sozialstation.

 

1991 bis 1993 und erneut von 2001 bis 2006 bekleidete Brandt das Amt des Samtgemeindebürgermeisters. Im Anschluss wurde er zum Ehrensamtgemeindebürgermeister ernannt.

 

„Richter gnädig“

Von 1996 bis 2006 gehörte der Landwirtschaftsmeister dem Kreistag an. Während seiner Zeit als Bürgermeister der Gemeinde Selsingen haben die Dörfer Selsingen, Haaßel und Granstedt am Bundeswettbewerb ,,Unser Dorf soll schöner werden“ teilgenommen. Zweimal Gold und einmal Bronze waren der Erfolg.

 

Hans-Hermann Brandt fühlt sich der Kaserne in Seedorf verbunden und hat stets die Kontakte zu den dort stationierten niederländischen Truppen gepflegt. Mit Werner Borchers bemühte er sich aktiv um die Nachnutzung der Kaserne nach Abzug der niederländischen Truppen.

 

Landrat Hermann Luttmann würdigte die Verdienste des Haaßelers für das Gemeinwohl. In fast 50 Jahren ehrenamtlichen Wirkens war Brandt unter anderem Mitglied im Aufsichtsrat der Zevener Volksbank (früher Selsinger Volksbank) und ehrenamtlicher Richter am Oberverwaltungsgericht Lüneburg. Er war an der Gründung der Volkshochschule Selsingen beteiligt und als Ortsvertrauensmann des Landvolks Bremervörde tätig.

 

In der Schützengesellschaft Selsingen wird er wegen seines langjährigen Wirkens im „Ehrengericht“ „Richter Gnädig“ genannt. 1986 brachte er den Evangelischen Kindergarten in Selsingen mit auf den Weg. Er spielte rund 35 Jahre im Posaunenchor und schwang zeitweilig den Dirigentenstab als stellvertretender Chorleiter. Seit dem Gründungsjahr 2007 ist Brandt Vorstandsmitglied der St.-Lamberti-Stiftung. 18 Jahre gehörte er dem Kirchenkreistag an.

 

Die zahlreichen Gratulanten würdigten die Verdienste des ,,Grandseigneur“ im Ehrenamt. Ihr Dank galt auch Ehefrau Marianne Brandt, die großen Anteil am Lebenswerk ihres Gatten Hans-Hermann hat.

 

Hans-Hermann Brandt dankte anschließend den Festrednern. Er habe gar nicht gewusst, dass er ein so toller Kerl sei, scherzte er. Bei manch kritischer Situation und schwierigen Entscheidungen habe er abends Gott gedankt, dass dieser ihn mit der Gabe des Zuhören-Könnens, der Gelassenheit und der besonnenen Antwort ausgestattet habe, erzählte Brandt. Besonderen Dank richtete er „an meine liebe Marianne“, die schon fast 50 Jahre treu an seiner Seite sei. Frau und Kinder hätten oft verzichten müssen, wenn er seinen ehrenamtlichen Aufgaben nachgekommen sei. Er danke seiner Familie für Nachsicht und Geduld. (bz/cm)

 

Artikel der Bremervörder und Zevener Zeitung vom 22./23.04.12

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