Archiv 2011

Mi

28

Dez

2011

8500 Besucher in der Gedenkstätte

Das neue Konzept der Gedenkstätte Lager Sandbostel, Veranstaltungen und Begegnungen, die aktuellen Baumaßnahmen sowie Vorhaben und Projekte für das kommende Jahr - jede Menge Themen, die Andreas Ehresmann als Projektkoordinator der Stiftung Lager Sandbostel und Leiter der Gedenkstätte Lager Sandbostel in seinem Jahresrundbrief vorstellt. Nachfolgend ein Auszug aus der vielfältigen und lebendigen Arbeit.

Gedenkstättenleiter Andreas Ehresmann (r) und Lagerstiftungs-Vorsitzender Karl-Heinz Buck im März vor der „Gelben Baracke“, die zu einem Ausstellungsgebäude über die Geschichte des ehemaligen Kriegsgefangenen- und KZ-Auffanglagers Stalag XB Sandbostel
Gedenkstättenleiter Andreas Ehresmann (r) und Lagerstiftungs-Vorsitzender Karl-Heinz Buck im März vor der „Gelben Baracke“, die zu einem Ausstellungsgebäude über die Geschichte des ehemaligen Kriegsgefangenen- und KZ-Auffanglagers Stalag XB Sandbostel

Das neue Konzept der Gedenkstätte Lager Sandbostel, Veranstaltungen und Begegnungen, die aktuellen Baumaßnahmen sowie Vorhaben und Projekte für das kommende Jahr - jede Menge Themen, die Andreas Ehresmann als Projektkoordinator der Stiftung Lager Sandbostel und Leiter der Gedenkstätte Lager Sandbostel in seinem Jahresrundbrief vorstellt. Nachfolgend ein Auszug aus der vielfältigen und lebendigen Arbeit.

 

Anfang des Jahres wurde damit begonnen, die „Gelbe Baracke", der zukünftige Standort der Ausstellung zur Geschichte des Stalag X B, nach energetischen Gesichtspunkten zu einem modernen und zurückhaltend gestalteten Ausstellungsgebäude umzubauen. Anders als es der Terminus „Umbau" vermuten lässt, wurde die gesamte, nicht lagerzeitliche Baracke bis auf die beiden massiven Giebelwände abgetragen und gemäß der denkmalrechtlichen Auflagen von Grund auf neu aufgebaut.

 

Nach knapp einem Dreivierteljahr war das Gebäude bis auf wenige Restarbeiten fertiggestellt. Um die Miete für das bisher als Büro und Ausstellungsgebäude genutzte „Haus Altenberg" zu sparen, sind wir mit der Wissenschaftsabteilung, der Pädagogik und der alten Ausstellung Mitte September in das neue Gebäude eingezogen.

 

Nachdem 2008/09 die Dächer der ehemaligen Unterkunftsbaracken saniert und die gesamte bundesweit einmalige Bausubstanz gesichert wurden, begann die beauftragte Zimmerei und Tischlerei parallel zu den Bauarbeiten am Ausstellungsgebäude ab August mit der Sanierung der Fassaden. Entsprechend unseres Ansatzes im Umgang mit der historischen Bausubstanz, sind alle neuen Bauteile erkennbar.

 

Als dritter Bestandteil der Hochbaumaßnahmen bei der Umgestaltung der Gedenkstätte Lager Sandbostel wird die ehemalige „CVJM-Baracke" zu einem zweiten Ausstellungsgebäude für die Ausstellung zur Nachgeschichte des historischen Ortes umgebaut. Entsprechend unseres Zeitplanes haben wir Ende des Jahres den Bauantrag gestellt und die Rohbaumaßnahmen ausgeschrieben. Da wir bei geologischen Untersuchungen unvorhergesehen auf so genannte Torflinsen unterhalb der Fundamente der „CVJM-Baracke" gestoßen sind, mussten wir den Ablauf der Sanierung verändern. Als erste Maßnahme ist nun eine aufwändige Stabilisierung und Sanierung der Fundamente notwendig, bevor wir Anfang des nächsten Jahres mit der eigentlichen Sanierung der Baracke beginnen können.

 

Ausstellungsgestaltung
Ein wesentliches Ziel der Umgestaltung der Gedenkstätte Lager Sandbostel ist die Erarbeitung einer umfangreichen Dauerausstellung zur Geschichte und zur Nachgeschichte des Kriegsgefangenen- und KZ-Auffanglagers Stalag X B Sandbostel.

 

Räumlich ist die Ausstellung aufgeteilt: Teil 1 in der „Gelben Baracke" und Teil 2 in der „CVJM-Baracke". In der Ausstellungsgestaltung werden sich die beiden Teilausstellungen deutlich voneinander unterscheiden, um so den inhaltlichen Unterschied beziehungsweise den zeitlichen Bruch zu verdeutlichen. In der Grafik werden die beiden Ausstellungsteile aber in einer gemeinsamen „Sprache" gestaltet, so dass der Zusammenhang erkennbar ist. Während der Ausstellungsteil zur Geschichte des Stalag X B mit dem KZ-Auffanglager, der Befreiung und den ersten Hilfsbemühungen der Gefangenen selbst endet, wird der Ausstellungsteil zur Nachgeschichte als verbindendes inhaltliches Element ebenfalls mit der Befreiung der tausenden Kriegsgefangenen und KZ-Häftlinge und insbesondere den umfangreichen Rettungs- und Hilfsbemühungen der britischen Armee beginnen. Durch diese inhaltliche Überschneidung soll auch in der „Nachkriegsausstellung" immer wieder der Bezug zum historischen Ort und vor allem zu der der Nachgeschichte zu Grunde liegenden Geschichte des Kriegsgefangenen- und KZ-Auffanglagers deutlich gemacht werden.

Entsprechend des Zeitplanes war 2011 für das Ausstellungsteam um Andreas Ehresmann (Jens Binner, Dörthe Engels, Andrea Genest und als studentische Mitarbeiterin Claudia Schaaf) vollständig von der Grundlagenrecherche in nationalen und internationalen Archiven, Gedenkstätten und Bibliotheken geprägt. Zahlreiche bisher unbekannte Dokumentenbestände, Archivalien und Objekte konnten dabei eingesehen werden.

 

Mit dem Jahresbeginn 2012 wird die intensive Schreibphase für das Ausstellungsteam beginnen. Komplexe und umfangreiche Inhalte aus den verschiedenen Nutzungsphasen müssen in besucherfreundliche und lesbare Texte umgesetzt werden. In beiden Ausstellungsteilen wird es abgestufte Vertiefungsebenen geben, mit denen sich Besucher intensiver mit den jeweiligen Aspekten beschäftigen können.


Besucher in der Gedenkstätte
Im Jahr 2011 hatten wir mit über 8500 Personen wieder eine erfreuliche und im Verhältnis zum vergangenen Jahr erneut um ca. 15 Prozent gestiegene Zahl von Besuchern. Diese Steigerung ist vor allem dem großen ehrenamtlichen Engagement der Gästeführer zu verdanken, die in den Sommermonaten an allen Wochenenden die Gedenkstätte betreut haben. Hervorzuheben ist der mit 98 Jugendgruppen deutliche Anstieg von Gruppen, die im Rahmen schulischer oder außerschulischer Bildungsarbeit die Gedenkstätte besucht haben. Hinzu kommen sieben Konfirmandengruppen, sieben Lehrerfortbildungen, drei Bundeswehrgruppen und 23 andere Gruppen. Unter letzteren waren neben dem von der Stiftung organisierten internationalen Workcamp eine französische, eine ukrainische und eine russische Jugendgruppe in Sandbostel, um sich an Projekten zu beteiligten.

 

Studien- und Projekttage
Neben Rundgängen werden zunehmend Studien- oder Projekttage gebucht. Intensiviert hat sich die produktive Zusammenarbeit mit dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, Bezirksverband Lüneburg/Stade und insbesondere mit dem Jugendbildungsreferenten John Cramer. Viele Schulklassen wurden in der Gedenkstätte und auf dem ehemaligen Lagerfriedhof betreut.

Mit über 400 Personen annähernd gleichgeblieben ist die Zahl der Besucher, die aus dem Ausland, etwa Belgien, Estland, Finnland, Frankreich, Irland und Italien, aber auch aus Australien, Israel, Kanada, Kolumbien, Mexiko und den USA kamen.

 

Bei den öffentlichen Rundgängen, die wir jeweils fest an einem Sonntag im Monat anbieten und während der im Sommer 2011 nochmals erweiterten Öffnungszeiten an den Wochenenden, nutzten insgesamt knapp 2500 Besucher die Möglichkeit, Informationen über die Geschichte des Ortes zu erfahren. Die Zahl der Rundgangteilnehmer ist im Vergleich zu 2010 deutlich gestiegen.

Im vergangenen Jahr besuchten wieder mehrere Persönlichkeiten aus der Landes- und Bundespolitik, aus Kultur und Kirche die Gedenkstätte Lager Sandbostel. Im März informierte sich Stephan Kramer, der Generalsekretär des Zentralrats der Juden in Deutschland, bei einem ausführlichen Rundgang über die Geschichte des Stalag X B und den Stand der Umgestaltung der Gedenkstätte.

 

Zudem zeigte er sich sehr interessiert an der teilweise in der Öffentlichkeit formulierten Kritik am Umgang mit dem historischen Lagergelände. Stephan Kramer lobte die aus bürgerschaftlichem Engagement entstandene Stiftung Lager Sandbostel und die geleistete Arbeit in der Gedenkstätte.

2011 gab es zahlreiche beeindruckende Begegnungen mit Überlebenden und Angehörigen aus dem In- und Ausland. Diese gedachten in der Gedenkstätte und auf dem ehemaligen Lagerfriedhof ihrer Familienmitglieder, Freunde und Kameraden, die im Kriegsgefangenen- und KZ-Auffanglager umgekommen sind.

So besuchte der 71jährige Zaudin Zhanokow aus der russischen Republik Kabardino-Balkarien am Nordrand des Kaukasus die Gedenkstätte, um an den Massengräbern auf dem ehemaligen Lagerfriedhof seines Vaters zu gedenken, der im Alter von 40 Jahren am 14. April 1943 im Stalag X B gestorben ist. Besonders bewegend war, als er ein fein säuberlich verpacktes Taschentuch hervorholte, mit dem seine Mutter in der 3200 Kilometer entfernten Kleinstadt Argudan ihre Tränen um den Ehemann getrocknet hatte. Zaudin Zhanokow legte das Taschentuch unter einem Strauch nieder, um so die Eltern im Tode zu vereinen.

 

Der Besuch dreier ehemaliger Angehöriger der polnischen Armia Krajowa (Heimatarmee), die nach der Niederschlagung des Warschauer Aufstands im Oktober 1944 als Kriegsgefangene nach Sandbostel kamen und hier befreit wurden, hinterließ einen ebenso nachhaltigen Eindruck wie die Begegnung mit John und Ruben Koman. Die beiden Niederländer sind auf ihrer Suche nach dem Schicksal ihres Großonkels Maarten Koman, der Ende April 1945 im KZ-Auffanglager Sandbostel im Alter von 21 Jahren verstorben ist, in die Gedenkstätte gekommen. Bei ihrem Besuch übergaben die beiden persönliche Dokumente für die neue Dauerausstellung. Begleitet wurden die Angehörigen von einem Kamerateam von RTV Oost, das einen Dokumentarfilm über das Schicksal von Maarten Koman drehte.

 

Diese Zusammenstellung zeigt, dass die Gedenkstätte Lager Sandbostel von den verschiedensten Generationen als wichtiger Bezugspunkt bei der Klärung des Schicksals von Angehörigen und als Trauerort genutzt wird.


Vertrauen aussprechen

Beeindruckt vom Stand der Umgestaltung der Gedenkstätte Lager Sandbostel zeigten sich der belgische und der französische Verband ehemaliger Häftlinge des KZ Neuengamme, Amicale de Belge (Belgien) und Amicale de Neuengamme (Frankreich), bei ihren Besuchen der Gedenkstätte im Mai und im Juni. Im August besuchte uns zudem die Stichting Meensel Kiezegem'44 aus den Niederlanden. Bei allen Besuchen zeigten sich die Überlebenden und die Angehörigen interessiert am Stand der Forschung, dem Ausstellungskonzept und der Sanierung des bundesweit einmaligen Ensembles ehemaliger Unterkunftsbaracken.

 

Wichtig für uns ist, dass die Verbände der ehemaligen KZ-Häftlinge aus Belgien, Frankreich und den Niederlanden uns bei ihren regelmäßigen Besuchen stets das Vertrauen aussprechen, verantwortungsvoll und würdevoll mit dem historischen Ort umzugehen - im Sinne der Menschen, die hier gelitten haben und gestorben sind. Ein unverändert wichtiger Aspekt der Arbeit in der Gedenkstätte ist die Beantwortung von Anfragen von Angehörigen ehemaliger Kriegsgefangener und KZ-Häftlinge sowie die Forschung zur Geschichte des Stalag X B. Hinzu kommen immer mehr Anfragen zu Internierten und Flüchtlingen.

 

Insgesamt beantworteten die Mitarbeiter der Gedenkstätte knapp 70 Anfragen von Angehörigen und Behörden aus Belgien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, den Niederlanden, Polen, Russland, Serbien, Spanien, der Ukraine und den Vereinigten Staaten von Amerika.

 

Wissenschaftlicher Austausch
Gerade in der aktuellen Phase der Grundlagenforschung zur Geschichte und Nachgeschichte des Stalag X B wurde die Gedenkstätte Lager Sandbostel 2011 mehrfach von Kollegen anderer Gedenkstätten und universitären Instituten aus dem In- und Ausland besucht, um sich über den Stand der Forschung und der Umgestaltung sowie den memorialen und pädagogischen Ansatz vor Ort zu informieren. Diese Besuche zeugen von großem Interesse und von der wissenschaftlichen Relevanz der Arbeit der Gedenkstätte.

Im Juni reiste der australische Historiker Dr. Andrew Beattie nach Sandbostel. Während seines mehrtägigen Forschungsaufenthalts im Archiv der Gedenkstätte recherchierte Beattie zur Wahrnehmung und Rezeption des britischen Zivilinternierungslagers No 2 CIC in der Öffentlichkeit.

Besonders gefreut hat uns der Besuch des renommierten israelischen Historikers Daniel Blatman im Oktober, der zu einer Lesung aus seinem beeindruckenden Buch „Die Todesmärsche 1944/45. Das letzte Kapitel des nationalsozialistischen Massenmordes" nach Bremervörde gereist war.

Anlässlich der Gedenkveranstaltung zum 66. Jahrestag der Befreiung des Stalag X B besuchten Vladimir Kukin, der Leiter des Büros für Kriegsgräberfürsorge und Gedenkarbeit bei der Botschaft der Russischen Föderation in Berlin, und Wolfgang Scheder, der Sachbearbeiter bei der Dokumentationsstelle Dresden der Stiftung Sächsische Gedenkstätten, die Gedenkstätte Lager Sandbostel. Beide nutzten die Gelegenheit, um mit Jens Binner, der für die neue Hauptausstellung insbesondere zu dem Schicksal der sowjetischen Kriegsgefangenen recherchiert, über den aktuellen Stand der Forschung zu sprechen.

 

Artikel der Zevener Zeitung vom 28.12.2011

 

Fr

23

Dez

2011

Friedhöfe in der Gemeinde Selsingen: Jetzt auch Naturstein erlaubt

Die Bestattungskultur ändert sich, dieser Trend ist auch in Selsingen zu spüren. Daher kommt die Gemeinde zunehmenden Wünschen von Hinterbliebenen entgegen. Jetzt befasste sich der Bau- und Planungsausschuss mit dem Thema.

Die Kommunalpolitiker bestätigten den Willen des „alten" Ausschusses aus der vorherigen Wahlperiode, die Gestaltungsvorschriften in der Friedhofssatzung zu ändern. Neu ist etwa, dass Grabstätteneinfassungen künftig nicht mehr nur aus Pflanzen bis zu 30 cm Höhe erlaubt sind, sondern auch solche aus Naturstein bis zu 15 cm Höhe und Breite. Ausnahme: Grellweißes Material soll nicht erlaubt sein. Das hat der Bau- und Planungsausschuss einstimmig befürwortet.

 

Restriktiv bleibt die Gemeinde beim Gestalten der Grabstätte. Das Bestreuen mit Kies war bisher nicht gestattet, nunmehr ist in der Satzung festgehalten, dass „ganzflächige Grababdeckungen" nicht zulässig sein sollen. Das Belegen der Grabstätte mit Platten aus Beton, Kunststein sowie das Aufbringen von Kies und Splitt oder ähnlichem Material, anstelle einer Bepflanzung, soll Angehörigen nicht möglich sein.

 

Ausschussmitglied Bernd Borchers aus Haaßel (CDU) erwähnte, dass er es „nicht schlimm" findet, ein Grab mit Kieselsteinen zu bestreuen. Das sei allemal besser als ein verwahrlostes, ungepflegtes Grab. Es erfordere weniger Pflege. Gabriele Meiers (SPD) entgegnete, auf Dauer könne auch eine Bedeckung mit Kieselsteinen ungepflegt aussehen. Letztlich sei die Frage, ob sich Angehörige um die Grabstelle kümmern oder nicht. Fazit: Es wird keine ganzflächigen Abdeckungen geben.

 

Was während der jüngsten Sitzung nicht zur Sprache kam: Die bisher geltende Ruhefrist von 30 Jahren soll weiterhin beibehalten werden. Außerdem ist bereits vom „alten" Ausschuss einstimmig empfohlen worden, auf dem Selsinger Friedhof ein halbanonymes Begräbnisfeld für Urnen einzurichten mit Gedenkstein oder Stele, um die Namen der Verstorbenen dort anzubringen.


Artikel der Zevener Zeitung vom 23.12.2012 (lh)

 

Do

01

Dez

2011

Vergünstigungen für Ehrenamts- und Juleica-Karteninhaber

Bürgerschaftliches Engagement ist unverzichtbar. Deshalb hat die Niedersächsische Landesregierung die Ehrenamtskarte ins Leben gerufen, um freiwillig engagierten Personen Wertschätzung und Dank auszudrücken. Mit der neuen Ehrenamtskarte kommen die Inhaber in den Genuss vielfältiger Vergünstigungen. Die Samtgemeinde befreit Juleica- u. Ehrenamtskarteninhaber von den Ausleihgebühren in der Samtgemeindebücherei.  Die Arbeitsgemeinschaft Bildungswerk Selsingen (ABS) gewährt auf die Kursgebühren einen Rabatt von 50 %. Nähere Informationen und weitere Vergünstigungen finden Sie beim Freiwilligenserver.

 

Sa

01

Okt

2011

Informationen über die Fallschirmjägerkaserne Seedorf

Die Soldaten der Fallschirmjägerbataillone 373 und 313, der Luftlande Flugabwehrraketen Batterie 100, des Luftlandeunterstützungs- bataillons 272, der Luftlandepionierkompanie 270 und der Luftlandeaufklärungskompanie 310 haben in Seedorf ihren neuen Standort bezogen.

 

Damit die Orientierung leichter fällt, gibt es hier spezielle Infos für die Soldaten.

Sa

06

Aug

2011

Mittelalterlicher Markt in Selsingen am 20. und 21.08.2011

Das dürften unvergessliche Tage werden: Rund um die Selsinger Windmühle „Elisabeth" wird am 20. und 21. August zum ersten Mal ein Mittelaltermarkt stattfinden - mit Gauklern und Musik, mit Hökerei und Schwertkampf. Und vor allem mit vielen Aktionen für Kinder.

 

Damit holt der Selsinger Mühlenschutzverein als Veranstalter eine neue Attraktion nach Selsingen. „Liberi Effera", was soviel bedeutet wie „freies Feuer", heißt die Gruppe, die das Flair der Jahre 800 bis 1300 in die Gegenwart tragen möchten, wie Tamara Detlefsen aus Selsingen erläutert, die zu den Akteuren von „Liberi Effera" auf dem Markt gehört. Entsprechend gewandet natürlich.

Dass es überhaupt zu diesem Ereignis kommt, ist Regina Behnken aus Selsingen zu verdanken, die das Spektakel in Beverstedt gesehen hat, fasziniert war und die Idee nach Selsingen trug.

 

In Hans Angelus Müller, dem Vorsitzenden des Mühlenschutzvereins, fand sie einen Mitstreiter, sodass Feuer-Show und Jonglage, Taverne und uraltem Handwerk, sowie das passende Drumherum mit Heerlager, Bogen- und Armbrustschießen, der Musikgruppe „Dornenauge", Gewandungscontest und Kinderturnier mit Schatzsuche rund um die Mühle zu sehen sein werden - sowie vieles andere mehr.

 

Kinder dürfen an allen Ständen fragen, ob sie das dort gebotene mit ausprobieren dürfen. Der Eintritt ist frei. Ein Teilerlös geht an den Mühlenschutzverein, außerdem wird mit dem Mittelaltermarkt die Organisation „Bremer Engel" unterstützt, eine mobile Familienhilfe für schwerstkranke Kinder und ihre Angehörigen.

 

Auf einen Blick
Was: Mittelaltermarkt
Wann: Sonnabend, 20. August, 12 bis 22 Uhr; Sonntag, 21. August, 11 bis 19 Uhr

Wo: Selsingen, Mühlenkamp
Eintritt: frei
Internet: www.liberi-effera.de

 

 

Artikel der Zevener Zeitung vom 06.08.2011 (Lutz Hilken)

Do

04

Aug

2011

Neubau der Selsinger Grundschul-Pausenhalle auf der Ziellinie

Wer in diesen Tagen einen Blick in den Neubau der Selsinger Grundschul-Pausenhalle wirft, der sieht allerorten fleißige Handwerker. „Wir wollen versuchen, dass wir zum Schuljahresbeginn fertig sind", sagt Schulamtsleiter Hans-Hinrich Pape.

 

Das ist ein ambitioniertes Ziel, denn die Sommerferien enden in zwei Wochen. „Eine Frage von wenigen Tagen" sei es und vielleicht gelinge die Fertigstellung „haarscharf" zum angestrebten Termin.

Das gilt indes nicht für den Bau der integrierten Mensa, die nachträglich beschlossen worden ist. Die Küche einzubauen und Restarbeiten zu erledigen, damit zunächst die künftigen Fünftklässler der benachbarten Oberschule hier ihr Mittagessen einnehmen können, wird voraussichtlich bis Anfang September dauern, schätzt Hans-Hinrich Pape. Der ist überrascht von der großen Resonanz auf das neue Angebot: Gut 90 Prozent der Eltern haben ihre Kinder für das warme Mittagessen in der Schule angemeldet. Sollte sich diese Zahl in den kommenden SchulJahren fortsetzen, dann stehe die Samtgemeinde irgendwann vor einer neuen „gewaltigen Aufgabe", nämlich mehrere Hundert Schüler mit warmem Essen zu versorgen.

 

Zurück zum Blick in die Pausenhalle: Sofort fällt auf, wie hell und lichtdurchflutet das Gebäude wirkt. Der multifunktionale Neubau bietet neben der eigentlichen 400 Quadratmeter großen Hallenfläche eine großzügig dimensionierte Bühne mit entsprechender Technik und verschiedene Räume. Diese wiederum bieten Platz für die Bücherei der Grundschule, für einen Ruhe- und Leseraum, für Abstellmöglichkeiten, für sanitäre Anlagen. Die Bühne selbst kann mit einer mobilen und schalldichten Trennwand zum Musikraum umgestaltet werden.

Sodann gibt es einen Bereich für die Küche und die Essensausgabe, mit Lagerraum und Personaltoilette. Für Mensa-Betrieb und Reinigung hat die Samtgemeinde nach Auskunft von Hans-Hinrich Pape zwei Teilzeitkräfte eingestellt. Die veranschlagten Neubau-Kosten in Höhe von 1,3 Millionen Euro werden voraussichtlich, obwohl nachträglich zusätzlich die Einrichtung der Küche beschlossen wurde, in etwa eingehalten, hofft der Schulamtsleiter.

 

Der Außenbereich rund um die Pausenhalle soll laut Pape im Herbst im Zuge einer Aktion von Schule und Eltern bepflanzt und mit Spielgeräten versehen werden.

 

Artikel der Zevener Zeitung vom 04.08.2011, Lutz Hilken

 

Mo

01

Aug

2011

Samtgemeinde-Fußballturnier: Selsingen bezwingt Ostereistedt/Rhade

Der Fußball-Kreisligist MTSV Selsingen gewann am gestrigen Sonntag das Selsinger Samtgemeinde-Turnier: Die Mannschaft von Trainer Steffen Ulrich schlug den Bezirksliga-Aufsteiger FC Ostereistedt/Rhade in einem kampfbetonten Spiel mit 3:2. Das kleine Finale gewann der SV Sandbostel gegen den TSV Byhusen mit 2:1.

 

„Der Gegner hatte sicherlich mehr Spielanteile in der ersten Halbzeit, doch wir haben die taktischen Vorgaben, hinten kompakt zu stehen, sehr gut umgesetzt", so Selsingens Co-Trainer Pascal Holsten, der in der 37. Minute die Führung notierte.

Dabei schloss Marius Overhage ein Zuspiel von Michael Mues zum 1:0 ab. Die Mannschaft von FC-Coach Matthias Gerdes machte zwar von Beginn an das Spiel, doch am Strafraum war Endstation.

 

Die beste Chance zum 1:0 vergab Erdal Sardas, der freistehend verzog (2.). Auf der Gegenseite machte es Overhage per Kopfball nicht besser (3.). In der
Schlussminute der ersten Halbzeit scheiterte Kevin Knubben an FC-Keeper Meik Miessner.

 

„Wenn wir den Strafstoß verwandelt hätten, wäre sicher die Vorentscheidung gefallen", so Benjamin Burfeind zum verschossenen Elfer in der 48. Minute.
Nach einem Foulspiel von Torhüter Miessner an Mues setzte Henrik Müller die Kugel weit übers Tor. Das rächte sich, denn nach einem Zuspiel von Ragip
Sardas glich Pascal Martens zum 1:1 aus (66.). Und nur zehn Minuten später erhöhte Ragip Sardas nach einer Flanke von Timo Schlesselmann auf 2:1.

 

"Wir haben das gespielt, was wir aufgrund der angespannten Personallage können und aus einer verstärkten Defensive agiert", so Ulrich, der in der 83. Minute den Siegtreffer sah. Dabei traf Marius Overhage, nach einem Freistoß des eingewechselten Julius Zeuschner, per Kopfball zum 3:2. „Der Gegner hat hinten gut gestanden und uns den Schneid abgekauft. Dagegen haben wir keine Mittel gefunden", so FCTrainer Matthias Gerdes.

 

Artikel der Zevener Zeitung vom 01.08.2011

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Der Rat der Gemeinde Selsingen hat das Einzelhandelskonzept in seiner Sitzung am 18.09.2013 als städtebauliches Entwicklungskonzept beschlossen. Das Konzept soll regelmäßig fortgeschrieben werden.

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