Samtgemeinde Selsingen
Bahnhofstraße 8
27446 Selsingen

Tel.: 04284 - 9307-0
Fax: 04284 - 930786
samtgemeinde@selsingen.de
Heute ist der 5.2.2012


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Selsingen

Gemeindedirektor Hans-Hinrich Pape, Rathaus Selsingen, 04284 / 9307-25

Stellv.Gemeindedirektor Gerhard Kahrs, Rathaus Sels., 04284 / 9307-16

Das Wappen in Silber zeigt eine rote Pyramide, überdeckt mit einem schräggekreuzten silbernen Schwert mit goldenem Griff und einem goldenen Stab. Die Pyramide ist dem Wappen der Ritter von Selsingen entnommen. Der Stab (Vogtstab) weist auf die Vogtei von Selsingen, die die größte Vogtei des Erzbistums Bremen, nämlich die Börden Selsingen, Sittensen, Elsdorf und Hesedorf, innehatten, hin.

Von dem Schwert ist zu sagen, daß es das äußerlich sichtbare Zeichen einer Auszeichnung darstellt, die dem Heyenricus de Selsinge für seine Verdienste im Kampf gegen die Heiden in Livland zuteil geworden war.

Darstellung der Gemeinde Selsingen

Die Gemeinde Selsingen ist seit Gründung der Samtgemeinde im Jahre 1965 Sitz der Verwaltung. 1974 wurden die bis dahin selbständigen Orte Granstedt, Haaßel, Lavenstedt und Parnewinkel in die Gemeinde Selsingen eingemeindet. Mit allen fünf Orten hat Selsingen etwa 3.450 Einwohner (Stand 30.06.2011) und eine Fläche von 41,86 km2.

Selsingen war schon in früherer Zeit ein bedeutender Ort, Adelssitz, Kirchbörde und Gerichtsort am alten Heer- und Postweg Vördekloster Zeven - Rotenburg, der jetzigen Bundesstraße 71. 1219 wurde der Name Selsingen erstmals urkundlich erwähnt. Ein "von Selsingen" führendes Dienstadelsgeschlecht hatte hier seine Stammburg. Sie lag auf Greven Worth. Wahrscheinlich um 1400 wurde die Burg der "von Selsingen" aus nicht bekanntem Grunde vom Landesherrn zerstört. Der Wiederaufbau wurde nicht zugelassen. Die "von Selsingen" bewohnten danach nur noch ihr Haus in Kuhla bei Himmelpforten und führten den Namen "von der Kuhla". Selsingen war also nicht nur kirchliche Zentrale der Börde, sondern auch Standort eines Haupthofes des Bischofs von Verden. Um 1500 waren in Selsingen 5 Höfe und 10 Katen bewohnt.

Die Siedlungsstruktur des Ortes war in der Frühen Neuzeit charakteristisch und unterschied sich von den anderen Bördedörfern. Um die Kirche gruppierten sich neun Höfe, eng nebeneinander liegende Katen umgaben den Dorfplatz und den Brink südlich der Kirche. Durch diese dichte Bebauung brannte der Ort im 17. Jahrhundert gleich dreimal bis auf wenige Gebäude nieder, nur die Kirche wurde verschont.

Außerhalb des Ortes entstanden um 1848 Ortsteile und einzelne Gehöfte, wie z. B. Butterberg, Duvenmoor, Haidbrock, Witte Masch.

Selsingen ist ein schönes Dorf

Dass Selsingen ein schönes Dorf ist, wissen seit spätestens 1985 nicht nur die Selsinger. Dann nämlich gewann die Ortschaft die Bronzemedaille im Bundeswettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden". In Berlin nahmen die Selsinger auf der "Grünen Woche" an der Siegerehrung teil. Besonderen Anteil am Erfolg des Bördeortes hatte der Ausschussvorsitzende Helmut Budde.

Seit 1964 hatte Selsingen zum ersten Mal an dem Wettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden" teilgenommen. Nach dem guten Abschneiden bildete die Gemeinde eine feste Kommission, die sich fortan um den Wettbewerb kümmerte. Als Anerkennung für die Leistungen der Siegergemeinden wurde Bürgermeister Hans Hermann Brandt und Gemeindedirektor Helmut Claus 1990 in die Villa Hammerschmidt von Bundespräsident Richard von Weizsäcker empfangen.

Noch erfolgreicher als Selsingen selbst, waren Granstedt und Haaßel bei dem Schönheitswettbewerb. Granstedt wurde im Jahr 1991 Bundessieger des Wettbewerbs. Bereits zwei Jahre zuvor 1989 holte Haaßel die Goldmedaille als schönstes Dorf Deutschland.

Über die Gründung der St. Lambertus geweihten Kirche zu Selsingen ist wenig überliefert. Eine ältere Feldsteinkirche mit rundem Turm, wovon noch Reste vorhanden sind, wurde vielleicht schon im 11. und 12. Jahrhundert errichtet. 1239 brannte sie aus. Die jetzige Kirche stammt aus dem Jahre 1725.
Der Name des Ortes Granstedt  geht wahrscheinlich auf den Personennamen Grone - altsächsisch groni (Gronhari) - zurück. In der Nähe des Ortes am Ostetal liegt in der landschaftlich schönen Granstedter Heide der Granstedter See. In der Gemarkung gibt es viele vorgeschichtliche Stätten (Hügelgräber und Urnengräber).  Granstedt wurde 1991 im Wettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden" Kreis-, Bezirks-, Landes- und Bundessieger.
Haaßel, mehrfach als Orts- und Waldname vorkommend, bedeutet vermutlich Haselhain. Ein nach 1200 erwähntes Ministerialien-(Dienstmannen-)Geschlecht von Hasle hatte wahrscheinlich seinen Sitz in Haaßel. Um 1500 bestand der Ort aus 5 Höfen und einigen Katen. Nach 1750 entstand neben dem eigentlichen Ortskern die "Neeboeree" (Neubauerei).  Haaßel wurde 1989 im Wettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden" Kreis-, Bezirks-, Landes- und Bundessieger.
Der Name Lavenstedt  dürfte auf den altdeutschen Personennamen Luvan zurückgehen. Nach Urkunden von 971 und 986 hatte das Kloster Heeslingen (später Zeven) schon vor 1000 Jahren Besitz in Lavenstedt.
Eitzte, landschaftlich schön im Ostetal gelegen, ist ein alter einstelliger Hof. Die Eichen, die in früheren Zeiten wie noch heute den Hof beschatten, gaben ihm den Namen Eitzte (= Eichenstätte). Vor 1500 gehörte zum Hof Eitzte die nahe Wassermühle. Anschließend war die Mühle im Besitz des Klosters Zeven, bis sie im vorigen Jahrhundert in Privatbesitz überging. Die Mühle wurde vom Mühlenschutzverein Selsingen erworben und vollständig restauriert. Sie ist zu einem Kleinod im Ostetal geworden     .

Der Name Parnewinkel bedeutet Winkel am Born (Born, Barn, Quelle). Als namengebende Quelle kommt der früher weit bekannte St. Vitusborn in Parnewinkel in Frage. Er liegt an der Straße Bremervörde - Selsingen am Fuße des "Tütsberges" (auch Bornberg genannt). Die Quelle wurde früher als Heilquelle aufgesucht. Hollen, ein einzelner Hof nahe der Straße Selsingen - Ohrel, entstand nach 1800. Beim Hollen lag früher eine Reitbahn der hannoverschen Kavallerie. Stüh, ein kleinerer Hof am Wege Parnewinkel - Deinstedt, wurde um 1855 nach Rodung eines Eichenbuschbestandes (Stüh) begründet.
Selsingen ist der Mittelpunkt der Samtgemeinde Selsingen. Nach dem regionalen Raumordnungsprogramm hat Selsingen die Bedeutung eines Grundzentrums für den Nahbereich Selsingen mit den Entwicklungsaufgaben Wohnen, gewerbliche Wirtschaft und Erholung. Als zentraler Ort stellt Selsingen den Grundbedarf im sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Bereich für den Nahbereich Selsingen bereit. So sind in Selsingen eine Grundschule, eine Haupt- und Realschule und ein Sportzentrum vorhanden.

Für ein reichhaltiges Angebot an kulturellen und gesellschaftlichen Veranstaltungen sorgen die zahlreichen Vereine in der Gemeinde. Dass in allen Ortsteilen reges Interesse an einem guten Gemeinschaftsleben und Erhaltung eines schönen Ortsbildes besteht, zeigt die vielfache Teilnahme aller Orte an den Wettbewerben "Unser Dorf soll schöner werden". Die Orte Selsingen, Haaßel und Granstedt konnten bei diesen Wettbewerben auf Bundesebene eine bronzene (Selsingen) bzw. goldene (Haaßel und Granstedt) Plakette erringen.



Ratsmitglieder der Gemeinde Selsingen

Foto: zz/lh Foto: zz/lh

 

 

Name Adresse Fraktion Telefon
Bürgermeister
Aufdemkamp, Reinhard

Wiesenweg 20

27446 Selsingen

CDU 04284/95114
1. stellv. Bgm.
Hudaff, 
Hinrich

Lavenstedt

Tannenweg 8
27446 Selsingen

CDU 04284/1472
2. stellv. Bgm. Behrens, Günter Am Selsinger Bach 44
27446 Selsingen
SPD 04284/8570
Borchers, Bernd

Haaßel

Zur Sandkuhle 1

27446 Selsingen

CDU 04284/8518
Böttjer, 
Walter
Hauptstraße 33
27446 Selsingen
CDU 04284/9302-0
Braun, Dietmar

Am Hüttenpool 16

27446 Selsingen

SPD 04284/927056
Dammann, Rolf

Haaßel

Karkenstieg 4

27446 Selsingen

SPD 04284/2222
zum Felde, Ulf-Johannes

Lambertistr. 5

27446 Selsingen

CDU 04284/931921
Klie, Uta

Bremervörder Str. 5a

27446 Selsingen

SPD 04284/8327
Martin, Michaela

Am Brink 2

27446 Selsingen

CDU 04284/333
Meiers, 
Gabriele
Schulstr. 7
27446 Selsingen
SPD 04284/553
Müller, Henning

Lambertistr. 4

27446 Selsingen

CDU 04284/4760083
Müller, Lüder

Duvenmoor 64

27446 Selsingen

CDU 04284/926262
Pape, Jan

Granstedt

Hempstr. 15

27446 Selsingen

                                  

CDU 04284/347224
Winkelmann, Annegret

Parnewinkel

Bornberg 2

27446 Selsingen

CDU 04284/8243

Sitzverteilung

Verwaltungsausschuss

Reinhard Aufdemkamp, Günter Behrens, Walter Böttjer, Hinrich Hudaff, Gabriele Meiers

 

Finanz- und Wirtschaftsausschuss

Walter Böttjer (Vors.), Ulf Johannes zum Felde (stellv. Vors.), Günter Behrens, Uta Klie, Michaela Martin, Henning Müller, Jan Pape

 

Bau- und Planungsausschuss

Hinrich Hudaff (Vors.), Bernd Borchers (stellv. Vors.), Dietmar Braun, Rolf Dammann, Lüder Müller, Jan Pape, Annegret Winkelmann

 

Umwelt- und Dorfgestaltungsausschuss

Lüder Müller (Vors.), Annegret Winkelmann (stellv. Vors.), Bernd Borchers, Uta Klie, Michaela Martin, Gabriele Meiers, Jan Pape, Hans-Jürgen Müller (beratendes Mitglied)

 

Sozialausschuss

Dietmar Braun (Vors.) Rolf Dammann (stellv. Vors.), Ulf-Johannes zum Felde, Michaela Martin, Henning Müller, Lüder Müller, Annegret Winkelmann