Der Mühlenschutzverein Selsingen

Der Mühlenschutzverein in der Samtgemeinde Selsingen e. V. wurde am 13.02.1980 von einigen tatkräftigen Bürgern der Gemeinde Selsingen gegründet. Sie wählten Klaus Bruno Pape, Selsingen, zu ihrem Vorsitzenden. Sie waren zu dem dringend notwendigen Entschluss gekommen, die im Besitz von Wilhelm Ebel befindliche, ehemalige Kornwindmühle unter allen Umständen für Selsingen und der Nachwelt zu erhalten.
Seit Jahrhunderten prägen die Windmühlen unsere norddeutsche Landschaft. Die Existenz dieser Mühlen war unangefochten, bis Dampfmaschinen und Motoren die Naturkraftanlagen verdrängten. Aus einigen Landesteilen sind die alten Mühlen schon ganz verschwunden, oder es verunzieren Ruinen ihre Umgebung. So haben es sich Städte und Gemeinden, aber auch Verkehrsvereine und private Institutionen zu ihrer Aufgabe werden lassen, diese Baudenkmäler zu restaurieren und somit der Nachwelt zu erhalten. Außerdem bedeuten sie zur Freude von Fremden und Einheimischen gleichermaßen ein lohnender Anziehungspunkt auf ihren Wanderungen.
Die Selsinger Kornwindmühle wurde 1873 von Andreas Borchers aus Anderlingen gebaut. Durch Erbgang kam sie an Johann Behnken und 1911 an Wilhelm Ebel, der dort eine Holzsägerei errichtete. Über dessen Hans Ebel ging sie dann später an den ehemaligen Besitzer Wilhelm Ebel über.
In letzter Minute, als schon der flügellose Torso der Mühle dem endgültigen Verfall preisgegeben schien, gründete Klaus-Bruno Pape in Selsingen 1980 einen Mühlenschutzverein, der das technische Baudenkmal mit Hilfe von verschiedenen Seiten restaurierte. 1983 konnte die Fertigstellung gefeiert werden, so daß die "Elisabeth", eine Galerieholländer mit einstöckigem Unterbau und Windrose, uns heute freundlich am Ortseingang von Selsingen grüßt.
Jährlich findet ein gut besuchtes Mühlenfest statt. Viele Besucher finden sich im Sommer sonntags bei einer Tasse Kaffee und einem Stück selbstgebackenen Kuchen zur Besichtigung ein.



